Eisenstoffwechsel
Transferrin: Normalwerte
Auch: TRF
Transferrin Normalwerte-Tabelle
| Gruppe | Standardbereich | Optimalbereich |
|---|---|---|
| Erwachsene (ab 18 Jahren) | 200–360 mg/dL | — |
Referenzbereiche können je nach Labor und Messmethode abweichen. Maßgeblich ist der Bereich deines Labors.
Was ist Transferrin?
Transferrin ist das in der Leber gebildete Protein, das Eisen durch das Blut transportiert. Da der Körper mehr davon herstellt, wenn Eisen knapp ist, verhält sich Transferrin gegenläufig zu Ferritin: Es steigt, wenn die Speicher niedrig sind, um möglichst viel verfügbares Eisen einzufangen.
Transferrin zu niedrig
Ein niedriger Transferrinwert spiegelt meist anhaltende Entzündungen, eine Lebererkrankung (die Leber bildet Transferrin), eine eiweißarme Ernährung oder eine echte Eisenüberladung wider, bei der der Körper kein zusätzliches Eisen mehr einsammeln muss.
Transferrin zu hoch
Ein hoher Transferrinwert bedeutet meist, dass Eisen knapp ist und der Körper mehr Transportprotein bildet, um möglichst viel aufzunehmen, ein typisches Muster bei einer Eisenmangelanämie.
Verwandte Werte
Diese Werte werden am besten zusammen mit Transferrin betrachtet.
- Ferritin Ferritin ist der Eisenspeicher. Da Transferrin bei Mangel ansteigt und Ferritin dann abfällt, bestätigt diese gegenläufige Kombination einen echten Eisenmangel und grenzt ihn von entzündungsbedingten Veränderungen ab.
- Eisen Das Serumeisen ist die Fracht, die Transferrin transportiert. Beide zusammen ergeben die Transferrinsättigung, die die tatsächliche Eisenversorgung besser abbildet als jeder Wert für sich.
So hältst du Transferrin im Bereich
Eisenreiche Lebensmittel essen
Pflanzliche Optionen wie Linsen, Kichererbsen, Tofu, Spinat, Kürbiskerne und angereicherte Getreideprodukte liefern Nicht-Häm-Eisen, neben rotem Fleisch, Geflügel und Fisch, die Häm-Eisen liefern, das vom Körper leichter aufgenommen wird. Eine Mischung aus beidem, besonders über den Tag verteilt, hält die Eisenzufuhr verlässlich.
Aufnahme fördern und Hemmstoffe vermeiden
Vitamin C aus Zitrusfrüchten, Erdbeeren oder Paprika verbessert die Aufnahme von pflanzlichem Eisen deutlich. Tee, Kaffee und kalziumreiche Lebensmittel oder Getränke verringern die Aufnahme, wenn sie zur eisenreichen Mahlzeit aufgenommen werden; daher hilft es, sie zeitlich zu trennen.
Lebergesundheit und ausreichend Eiweiß unterstützen
Da Transferrin in der Leber aus dem Eiweiß der Nahrung gebildet wird, kann ein niedriger Wert ebenso eine Lebererkrankung oder eine eiweißarme Ernährung widerspiegeln wie den Eisenstatus. Eine abwechslungsreiche Ernährung mit ausreichend Eiweiß, wenig Alkohol und eine gute allgemeine Lebergesundheit helfen, Transferrin in einem aussagekräftigen Bereich zu halten.
Verwandte Marker beobachten
Transferrin ist am aussagekräftigsten zusammen mit Ferritin, Transferrinsättigung, Gesamteisen und einem Entzündungsmarker wie CRP. Ein hohes Transferrin bei niedrigem Ferritin und niedriger Sättigung weist auf einen Eisenmangel hin; ein niedriges Transferrin bei normalem oder hohem Ferritin und erhöhtem CRP spiegelt eher eine Entzündung oder Leberbeteiligung als den Eisenstatus wider.
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Die in Node Health verwendeten Referenzbereiche stützen sich auf etablierte klinische Quellen (große europäische und US-amerikanische Forschungseinrichtungen) und werden vor der Freigabe von medizinischem Fachpersonal geprüft.
Zuletzt geprüft: Juli 2026
Hinweis: Diese Informationen dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Sprich bei auffälligen Werten mit medizinischem Fachpersonal.